Motivation

1. Gregorianisches Singen kann das Gefühl für Gott auftauen.
   (Augustinus)

2. "Bis orat, qui cantat."
    Wer singt, betet doppelt.

    (Augustinus)

3. Im gregorianischen Singen geschieht Beziehung zu Gott.
    Ich brauche nicht daran zu glauben, dass Gott mir nahe ist.
    Im Singen geschieht dieser Glaube,
    in den gesungenen Worten wird Gott selbst erfahrbar.

    (Anselm Grün, OSB, "Die spirituelle Kraft der Musik")

4. Im gregorianischen Singen kommen wir in Berührung
    mit den positiven Gefühlen wie Freude, Hoffnung,
    Sehnsucht und Liebe.
    Dadurch verlieren die negativen Gefühle ihre Macht über uns.
    Wir brauchen uns im Singen nicht in Gefühle der Freude
    und Liebe hineinzusteigern.
    Wenn wir uns einfach auf das Singen einlassen,
    dann bewirkt es etwas in uns, dann steigen Freude
    und Sehnsucht in uns auf.

    (Anselm Grün, OSB, "Chorgebet und Kontemplation")

5. In den uralten biblischen Psalmen habe ich das lebensfördernde
    Aussprechen all der Gefühle wie Trauer, Hoffnung, Wut,
    Vertrauen, Ohnmacht, Freude, Angst, Zuversicht, Verzweiflung
    und Dankbarkeit gefunden.
    Dies hat mich zu einem neuen Beten inspiriert, wo meine eigene
    Sinnsuche und mein Ergriffensein Worte und Bilder finden.
    Ein Beten, wo auch die dunklen Seiten des Lebens nicht ausgeklammert
    werden.
    Denn da, wo wir uns selber und anderen nichts mehr vormachen
    und zu all unseren Gefühlen und Gedanken stehen, da kann sich uns
    Gott besonders zuwenden und zum aufgerichteten Gang ermutigen.

    (Pierre Stutz)

6. Die Psalmen sind nicht nur Ausdruck einer bestimmten Haltung
    oder Gestimmtheit, sondern sie ermöglichen, diese Haltung
    zu erwerben. Sie zu singen verstärkt noch diese Wirkung.

    (Marianne Schlosser)

7. Psalmensingen befreit uns von Traurigkeit, es erheitert die Seele
    und bringt innere Turbulenzen zum Schweigen.

    (Basilius)